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Die richtige Motoryacht für Ihren Traum vom Boot



Zunächst ist es wichtig, sich selbst darüber Klarheit zu verschaffen, wofür man die Motoryacht eigentlich gebrauchen möchte, die man zukünftig sein Eigen nennen will. Denn das ideale Boot für alle Zwecke gibt es nicht und nur wer sein eigenes Anforderungsprofil für die Yacht kennt, kann auf dem riesigen Angebotsmarkt gezielt auf die Suche gehen. Wie so oft steckt auch in dem nicht ganz ernst gemeinten Sprichwort unter Motorbootfahrern „Die Yacht, die man gerade besitzt, ist immer einen Meter zu kurz“ durchaus seine Wahrheit, denn wer wünscht sich nicht viel Platz auf einer Motoryacht und mit der Nutzung kommen immer auch neue Wünsche an das Boot hinzu.

Die Angebotsvielfalt auf dem Markt setzt dem interessierten Käufer indes keine Grenzen. Es gibt Hausboote mit Fußbodenheizung, großer Dachterrasse und sogar einer Feuerstelle, die das Boot zum Wohnsitz werden lassen können. Für Geschwindigkeitsliebhaber gibt es Yachten mit denen man problemlos so manchen Fahrtenwettbewerb gewinnen kann und trotzdem nicht auf Luxus verzichten muss. Wer wiederum am liebsten richtig sportlich unterwegs sein möchte und hinter dem Boot Wasserski fahren will, sollte eher einen Weekender als größtes für diese Zwecke in Frage kommendes Boot in Betracht ziehen. Es gilt herauszufinden, was man für ein Yachttyp ist.

Zumeist werden Boote heute aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) hergestellt. Aber auch Holz als der klassische Bootsbauwerkstoff ist heute noch im Einsatz. Holzliebhaber sollten allerdings bedenken, dass Holz ein pflegeintensiverer Werkstoff als GFK ist. Eine weitere Möglichkeit ist ein Boot aus Stahl, also ein sehr robustes Schiff. Auf Grund des höheren Gewichts ist Stahl allerdings am ehesten für langsamere Verdrängeryachten, also eher ruhige Flussfahrten, geeignet. Für leichtere und schnellere Boote wird Aluminium beim Bau verwendet, was den Preis zunächst nach oben treibt, allerdings die Yacht neben dem Gewichtsvorteil sehr witterungsbeständig macht.

Ein weiterer Aspekt ist das Befahren verschiedener Gewässer: kleinere Motorboote sind zum Teil nicht hochseetauglich, so dass unter Umständen auf ein größeres Modell zurückgegriffen werden muss, wenn man sich nicht auf Binnen- und Küstengewässer als Einsatzort beschränken will – aber auch hier gibt es noch große Unterschiede zwischen einfachen Kajütboot-Modellen bis hin zu Luxusbehausungen. Manche Hersteller und Händler sind inzwischen dazu übergegangen, um den Kauf einer neuen Yacht attraktiver zu machen, ganze Pakete mit Liegeplatzvermittlung, Yachtworkshops, sowie Yachtservice oder Vermittlung beim Verkauf des zuvor genutzten Boots anzubieten. So gestalten sich die ersten Schritte mit der neuen Yacht unkomplizierter.

Ein absolutes Muss ist es, sich vor der endgültigen Kaufentscheidung genau über die Stärken und Schwächen der in Frage kommenden Schiffe zu informieren, Test- und Erfahrungsberichte in Fachzeitschriften und im Internet zu sichten, die Meinungen anderer einzuholen, sich auf einer Messe beraten zu lassen und die Boote selbst Probe zu fahren. Wer weiß, was er möchte und sich gut informiert, minimiert das Risiko einer Enttäuschung und behält den Überblick über die Kosten.